Übergabe des Förderbescheides durch Staatssekretär Günter Kern

Pressemitteilung anlässlich der Übergabe des Förderbescheids durch Staatssekretär Günter Kern am 02.12.14 in Bad Hönningen

Nachdem die Verbandsgemeinden Bad Hönningen, Linz am Rhein und Waldbreitbach bereits seit Anfang des Jahres erfolgreich als AktivRegion Rhein-Wied im Rahmen des Modellprojekts Starke Kommunen – Starkes Land zusammenarbeiten, konnten sich die Bürgermeister Michael Mahlert, Hans-Günter Fischer und Werner Grüber heute über die Übergabe des Förderbescheids durch Staatssekretär Günter Kern aus dem rheinland-pfälzischen Innenministerium freuen.

Im Anschluss an die Fachveranstaltung „Letzte Chance Innenstadt“ überreichte Herr Staatssekretär Günter Kern den Bürgermeistern der Verbandsgemeinden Waldbreitbach, Linz am Rhein und Bad Hönningen einen Förderbescheid über 230.000 EURO. Mit dem Geld werden Projekte im Rahmen der Zukunftsinitiative „Starke Kommunen – Starkes Land“ unterstützt. Übergabe des Förderbescheides an die Aktiv Region

Die drei Verbandsgemeinden arbeiten in den Bereichen "Ehrenamt/Senioren", "Integration von NeubürgerInnen" und "Gesundheit" zusammen und werden dabei vom Planungsbüro Grontmij begleitet.

Im Bereich Ehrenamt / Senioren wurde konkret eine „Umfrage 60 plus“ erarbeitet, von der sich die Verbandsgemeinden ein Feedback aus der Region erwarten, welches helfen soll, laufende bzw. noch angedachte Projekte in die richtige Richtung zu lenken – die Umfrage läuft noch bis 31.12.14.
Parallel wird die sog. Akademie AktivRegion Rhein-Wied zunächst mit einem „Programm 60 plus“ aufgebaut, indem bestehende Freizeitangebote (Bildungs-, Sportangebote etc.) gebündelt und ab Januar 2015 unter obigem Namen herausgebracht werden sollen. Sukzessive soll eine Ergänzung des Programms (unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Umfrage) erfolgen.
Weiterhin wird die Idee des „Gemeindecafés“ (Treffpunkte für alt und jung vor Ort) aus der VG Linz am Rhein auf die gesamte AktivRegion vorangetrieben, wozu auch die Bildung eines Netzwerks zwischen den lokalen Gemeindecafés und weiteren Initiativen gehört. Erste neue Gemeindecafés werden in diesem Jahr in Breitscheid, Linz am Rhein und Niederbreitbach von der Förderung profitieren.

Im Bereich Integration von NeubürgerInnen werden 3 Teilprojekte parallel verfolgt: Die Entwicklung eines einheitlichen Standards für die Begrüßung von Neubürgern hat sich ein Arbeitskreis aller Ortsbürgermeister der Region vorgenommen. Hier wurde u.a. vereinbart, dass künftig alle neuen BürgerInnen mit einem Schreiben begrüßt werden und auch Begrüßungspakete mit Informationen aus der Region und Wanderkarten etc. verteilt werden. Neugeborene sollen ebenfalls ein spezielles Geschenk erhalten (wahrscheinlich ein Buch).
Die Integration von MigrantInnen in Bad Hönningen durch Schaffung eines niederschwelligen Begegnungsangebots hat sich eine lokale Arbeitsgruppe in der Stadt selbst vorgenommen. Hier fanden verschiedene Gespräche statt, die Hoffnung auf eine gute Lösung machen.
Mit Blick auf eine Entwicklung der Region hin zu einem attraktiven Wohn- und Arbeitsstandort für Eltern mit Schulkindern kümmert sich eine weitere Gruppe um die Ferienbetreuung in der Region – in einer Befragung aller Eltern mit Kindern in den Klassen 1-6, in der Eltern ihre Wünsche und Erwartungen kundgetan haben, wurde deutlich, dass der Bedarf derzeit nicht gedeckt wird. Aktuell läuft hier noch die Auswertung, Details werden die Verbandsgemeinden in den kommenden Wochen mitteilen. Parallel wurden alle bestehenden Angebote so in Tabellen zusammengestellt, dass eine Weiterverarbeitung in Broschüren, online o.ä. unkompliziert möglich ist.

Im Rahmen der Positionierung als Gesundheitsregion stellt die Sicherung der ärztlichen Versorgung eine wichtige Aufgabe dar, die in enger Abstimmung mit Ärzten aus der Region angegangen wird.
Darüber hinaus gibt es Bestrebungen, mit den vorhandenen Kur- und Wellnesseinrichtungen die Region auch touristisch als Gesundheitsregion zu vermarkten.
Im dritten wichtigen Teilprojekt geht es um die gesundheitliche Prävention von der Schwangerschaft bis zum Eintritt in das Berufsleben. Dieses Teilprojekt wird in enger Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für Gesundheitsaufklärung Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) umgesetzt.

Die Region hat sich somit in vielfältigen Bereichen den Herausforderungen des demografischen Wandels gestellt und ist dabei, sich diversifiziert aufzustellen – dies auch mit intensiver Einbindung von Experten aus der Region und mit Blick auf die Intensivierung der interkommunalen Zusammenarbeit, die in den kommenden Monaten noch intensiver in den Blickpunkt rücken soll.

In zahlreichen Punkten liegt der Fokus auf der Einbindung der Menschen – sei es in Verbindung mit Umfragen, die per Pressemitteilungen platziert werden, sei es in Gesprächen, in denen gezielt weitere Menschen ins Boot geholt werden oder sei es durch die Weiterentwicklung eines Bürgerportals, das auf die Interessen und Wünsche der Region zugeschnitten ist (Kombination aus Infoportal über die SKSL-Projekte und Beteiligungsplattform) und in den kommenden Wochen aktiviert wird.

 

Bei Fragen stehen Ihnen gern zur Verfügung:

Verbandsgemeinde Bad Hönningen


Rudolf Schmitz T 02635/7222, E rschmitz@bad-hoenningen-vg.de

Verbandsgemeinde Linz am Rhein

Stefan Heck T 02644/5601-14, E stefan.heck@vg-linz.de

Luzie Schwarz (Ehrenamt): T 02644 / 5601–35, E Luzie.Schwarz@vg-linz.de
Klaus Krumscheid (Senioren): T 02644 / 5601–59, E Klaus.Krumscheid@vg-linz.de

Verbandsgemeinde Waldbreitbach

Rolf Schmidt-Markoski T 02638/8009-22, E rolf.schmidt-markoski@waldbreitbach-vg.de

Ansprechpartnerinnen beim Büro Grontmij

Marion Gutberlet T 0261/30439-18, E marion.gutberlet@grontmij.de

Beatrix Ollig T 0261/30439-41, E beatrix.ollig@grontmij.de

 

Grontmij, 02.12.14