Wappen der Ortsgemeinde Niederbreitbach

 

WAPPENBESCHREIBUNG

„ In Blau vor zwei linken silbernen Schrägfußwellenleisten eine goldene Burg, bestehend aus zwei verbundenen Rechtecken: das eine Rechteck langgestreckt als Sockelgeschoß mit einem Torbogen (der etwas aus der Mitte nach links verrückt ist) und rechts davon mit zwei geschlossenen Fensterläden in Form von je vier gleichschenkligen Dreiecken, alle mit der Spitze aneinanderstoßend, je eins der gegenüberliegenden Paare blau, das andere golden. Das zweite Rechteck hochkant über dem Torbogen mit einem gleichfalls hochkant dargestellten, rechteckigen, blauen Fenster oben rechts."

WAPPENBEGRÜNDUNG

Die Neuerburg

Bei Niederbreitbach über dem Fockenbachtal liegt die Ruine Neuerburg. Das Kirchspiel deckte sich mit einer Grundherrschaft, deren Zentrum die im 12. Jahrhundert erbaute Burg Neuerburg war.
Die Walpoden von der Neuerburg waren wohl die einflußreichsten Vasallen der Gräfin Mechthild von Sayn, die sich dieses Gebiet samt der Burg als Privatbesitz ausdrücklich vorbehielt, als sie ihr Erbe dem Erzstift Köln überließ.
Seit dem 17. Jahrhundert ist ein Teil der Burg verfallen. Erhalten und auch teilweise wieder aufgebaut wurden der fünfeckige Bergfried, die Ringmauer (Mauertechnik des späten 12. Jh.) und die Vorburg. Ein Identifizieren der Bürger mit ihrer Neuerburg hat über Jahrhunderte ihren Fortbestand behalten.

Der Fockenbach

Der Fockenbach (blaue Schrägfußwellenleiste) ist ein Nebenfluß der Wied.
Bereits unmittelbar vor seiner Mündung in die Wied begann die Bebauung,
die sich über Jahrhunderte immer wieder entlang dieses Baches fortsetzte.
Im Grunde Breitbach, jetzt Niederbreitbach, war das Land der Mühlen, die nur
existieren konnten, weil der Fockenbach ihre Räder speiste und die Bewohner
somit in Arbeit und Brot waren. Der Fockenbach stellt eine Lebensader des Ortes Niederbreitbach dar.